Kahlschlag in der Dritten Welt oder Waldbewirtschaftung bei uns

Kahlschlag in der Dritten Welt oder Waldbewirtschaftung bei uns

Wer wirklich an der Umwelt und Artenvielfalt interessiert ist, sollte sich für die europaweite Abschaffung von Naturschutzgebieten einsetzen.

Deutschland wird weltweit für sein Know-how in der Forstwirtschaft und seine Wälder beneidet. Entgegen aller Falschmeldungen nehmen die Altholzbestände und der Totholzanteil seit Jahren zu, wie die Bundeswaldinventur eindrücklich bestätigt. In Deutschland gibt es die weltweit am höchsten regulierte Forstwirtschaft und die naturnahe Bewirtschaftung wurde auch in Deutschland schon vor über 200 Jahren im Privatwald in Sachsen-Anhalt erfunden.

Wenn wir jetzt in Deutschland Flächen aus der Bewirtschaftung nehmen, sollten wir bedenken, dass Deutschland ein Nettoimportland von Holz ist. Das bedeutet, dass Holz, welches nicht mehr in  Deutschland produziert wird, aus anderen Ländern importiert werden muss. Die klimaschädlichen Auswirkungen durch extrem lange Transportwege soll an dieser Stelle nicht weiter erörtert werden. Länder, wo dieses zusätzliche Holz geschlagen wird, haben in der Regel gar keine oder ungenügende Vorschriften, was die Bewirtschaftung betrifft.

Durch die künstliche Senkung der Angebotsmenge am Rohstoff Holz steigt natürlich der Preis, was dazu führt, dass die Abholzung auch schwer zugänglicher Waldgebiete immer attraktiver wird. Die Ergebnisse von Abholzungen in Dritte-Welt-Ländern kann sich jeder gerne auf Youtube anschauen. Da ist die Antwort auch schnell gefunden, ob dieses Holz nicht besser aus einer heimatnahen Umgebung aus naturnaher Waldwirtschaft stammen sollte.

Wissenschaftlich ist auch längst bewiesen, dass die Artenvielfalt in naturnahen bewirtschafteten Wäldern höher sein kann, als im nicht bewirtschafteten Wald.

Hier im Harz kann man die Auswirkungen von Naturschutzgebieten wunderbar vor Ort erkunden. Hier verrotten tausende Festmeter feinstes Nadelholz, welches sonst im Hausbau über hunderte Jahre als natürlicher CO 2 Speicher seinen Betrag zum Klimaschutz hätte leisten können. Nur für den Unkundigen: Das Holz setzt beim Verrotten genau so viel Co 2 frei, als hätte man es im Kamin verfeuert.

Wenn wir also wirklich mit einfachen Mitteln klimafreundliche Aktionen unterstützen wollen, dann sollten wir uns für den vermehrten Anbau von schnellwachsenden Bäumen, wie Douglasie, Roteiche, Schwarznuss oder Küstentanne, einsetzten. Auch kostet dieses Naturschutzgebiet natürlich den Steuerzahler jedes Jahr mehrere hundert Euro pro Hektar.

Wir haben in Deutschland das Fachwissen für naturnahe Waldwirtschaft und sollten daher sofort alle Naturschutzgebiete abschaffen und in eine naturnahe Bewirtschaftung überführen. Das hilft nicht nur Deutschland sondern der ganzen Welt.

Wir sollten endlich ehrlich sein und unseren eigenen Verbrauch an Rohstoffen möglichst im eigenen Land erzeugen. Hier heile Welt spielen und andere Länder  ausbeuten, was über die Klimaschädlichkeit hinaus weitreichende Folgen hat, ist bigott.

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